Die DGNB ist Teil der neuen Initiative „Bau-Turbo kommunal“. Gemeinsam mit einem breiten Bündnis aus Architektur-, Umwelt- und Klimaschutzorganisationen rufen wir die politischen Entscheidungsträger in Städten und Gemeinden dazu auf, die erweiterten Handlungsspielräume des sogenannten Bau-Turbos verantwortungsvoll und zielgerechtet zu nutzen. Die Reform des Baugesetzbuchs eröffnet zusätzliche Möglichkeiten für schnellere Entscheidungen, kann aber – ohne klare Leitplanken – Flächenverbrauch, Zersiedelung und Klimabelastung verstärken.
„Mit den neuen Freiheiten geht eine zusätzliche Verantwortung einher“, sagt Leon Beck, Vorstand von Architects for Future e.V.. „Der Bau-Turbo kann helfen, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen und den Gebäudebestand besser zu nutzen. Doch die aktuellen Regelungen sind zu wenig zielgenau: Sie öffnen auch Wege für Projekte, die unseren Klimazielen und dem Prinzip der Innenentwicklung vor Außenentwicklung entgegenlaufen. Ob der Bau-Turbo Fortschritt oder Rückschritt bedeutet, entscheidet sich in den Kommunen.“
Gesprächsrunde zur neuen Initiative am 4. März
Am Mittwoch, den 4. März 2026, findet im Rahmen des digitalen DGNB Jahreskongresses die von Dr. Christine Lemaitre moderierte Gesprächsrunde „Bau-Turbo, und jetzt? Welche neuen Chancen eröffnen sich für Kommunen” statt. Mit dabei sind Leon Beck, Architects for Future Deutschland e.V., Philipp George, Klimaschutz im Bundestag e.V. und Sylvia Pilarsky-Grosch, BUND Baden-Württemberg.
Die Anmeldung zur kostenlosen Teilnahme erfolgt unter www.dgnb.de/jahreskongress. Ein Mitschnitt der Runde ist im Nachgang auf dem YouTube-Kanal der DGNB zu finden.
Weitere Informationen, Termine und Materialien sind unter www.bauturbo-kommunal.de verfügbar.
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