Wir freuen uns Prof. Alexander Rudolphi als ersten Ehrenpräsidenten der DGNB bekanntgeben zu können. Damit möchten wir sein außerordentliches Engagement für das nachhaltige Bauen, dessen Wirkung weit über Deutschland hinaus geht, würdigen. So wurde er am Rande der diesjährigen Mitgliederversammlung am 17. Juni zum ersten der Ehrenpräsidenten der DGNB ernannt.
Als einer der Initiatoren des Vereins im Jahr 2007, begleitet er die DGNB schon von Beginn an. Seither hat er durchweg eine aktive Rolle im Präsidium, dem höchsten strategischen Gremium des Vereins. Dabei hatte der gebürtige Bremerhavener von 2007 bis 2008 sowie von 2013 bis 2020 jeweils das Amt des DGNB Präsidenten inne. Als Ingenieur und Bausachverständiger für Holz- und Bautenschutz zählt er zu den Pionieren des nachhaltigen Bauens in Deutschland.
Einige seiner Meilensteine :
- 2004-2006 Beteiligung der der Entwicklung und Einführung des Umweltpreises HafenCity Hamburg, dem deutschlandweit ersten Zertifizierungssystem für nachhaltige Gebäude
- Von 1986 bis 1994 war Rudolphi Referatsleiter für Schadensdiagnose, Sanierungstechnik und ökologisches Bauen am Zentrum für Bau- und Erhaltungstechnik Berlin (ZEBET)
- 1995 bis 1999 Lehrbeauftragter für Holzbaustatik an der Fachhochschule Eberswalde
- Mitbegründer und Geschäftsführer der Gesellschaft für ökologische Bautechnik Berlin (Berlin)
- Von 2011 bis 2013 Segmentleiter Nachhaltigkeit bei Arcadis Deutschland GmbH
- 2002 bis 2010 Engagement als Gründer und Geschäftsführer der RAL-Gütegemeinschaft Holzschutz und Bautenschutz
- 2013 bis 2026 Geschäftsführer des Ingenieurbüro Rudolphi + Rudolphi GmbH
Seit 2005 als Professor für Nachhaltiges Bauen und Abfallwirtschaft an der Hochschule für Nachhaltige Entwicklung Eberswalde.
Seit der Gründung der DGNB betreute er als Auditor eine große Zahl von Bauprojekten bei der Zertifizierung und ist bis heute in der Ausbildung von DGNB Auditoren und Consultants tätig. So erklärt der aktuelle DGNB Präsident, Prof. Amandus Samsøe Sattler:
„Alexander Rudolphi hat wie kaum ein anderer dazu beigetragen, die Transformation der Bau- und Immobilienwirtschaft in Richtung Nachhaltigkeit und Klimaschutz voranzutreiben. Ohne ihn und sein unermüdliches ehrenamtliches Engagement würde es die DGNB in der bestehenden Form heute so nicht geben. Dass die gezielte Vermeidung von Schad- und Risikostoffen im Bauen von der Theorie in die praktische Anwendung gebracht wurde, ist auch ihm zu verdanken. Deshalb war es uns ein besonderes Anliegen, ihn für seine immer noch andauernden Verdienste zu würdigen und seine außerordentliche Rolle für die DGNB und das nachhaltige Bauen insgesamt zu ehren.“